Die im Österreichischen Krebsreport 2024 präsentierten Auswertungen zu Krebserkrankungen und Erwerbstätigkeit1 wurden von der Statistik Austria im Bericht „Auswirkungen einer Krebsdiagnose auf die Erwerbstätigkeit in Österreich in Abhängigkeit der Art der Tumorerkrankung“ vertieft.2
Analysiert wurden die Erwerbstätigkeit von Menschen im erwerbsfähigen Alter (15–64 Jahre) zum Diagnosezeitpunkt einer Krebserkrankung sowie die Entwicklung der Erwerbstätigkeit nach Art und Stadium der Krebserkrankung, Alter und Geschlecht. Der Fokus der Analyse lag auf Personen, die fünf Jahre nach Diagnose noch am Leben sind und somit grundsätzlich die Möglichkeit haben, erwerbstätig zu bleiben oder ins Berufsleben zurückzukehren. Für den Vergleich mit der Gesamtbevölkerung wurde das Konzept der relativen Erwerbswahrscheinlichkeit als Verhältnis des Anteils der Erwerbstätigen unter den Krebserkrankten zum Anteil der Erwerbstätigen in der Gesamtbevölkerung entwickelt. Als besonders vulnerable Gruppe wurden Personen mit Gehirntumoren identifiziert. Sie zeigen in allen Altersgruppen starke Einschnitte in der Erwerbsbeteiligung. Bei Erkrankten unter 30 Jahren führen hämatologische Neoplasien zu nahezu ebenso starken Einschnitten. Bei Erkrankten über 30 Jahren hat Lungenkrebs die stärksten Einschränkungen in der Erwerbstätigkeit zur Folge.
Monika Hackl
1 Die Auswirkungen einer Krebsdiagnose auf die Erwerbstätigkeit in Österreich. M. Hackl, A. Weltermann, F. Trauner, K. Strasser-Weippl, Krebsreport 2024; 12ff
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